Nachhaltigkeitsbericht: was er ist, wie man ihn erstellt und für wen er sich lohnt
Was er ist, wie man ihn erstellt, worin er sich vom ESG-VSME-Bericht unterscheidet und warum er sich auch ohne gesetzliche Pflichten lohnt.

Der Nachhaltigkeitsbericht ist das Dokument, mit dem ein Unternehmen über seine ökologischen, sozialen und Governance-Auswirkungen Rechenschaft ablegt. Für nicht börsennotierte europäische KMU ist er keine Pflicht, aber zunehmend eine Anforderung des Marktes. Sehen wir uns an, was er enthält, wie er aufgebaut wird und welchem Standard man am besten folgt.
Was ein Nachhaltigkeitsbericht enthält
Ein solider Nachhaltigkeitsbericht beschreibt das Unternehmen in drei Dimensionen: die ökologischen Auswirkungen (Emissionen, Energie, Abfälle, Wasser), die sozialen Auswirkungen (Menschen, Sicherheit, Weiterbildung, Gemeinwesen) und die Governance (Struktur, Ethik, Risikomanagement). Der Unterschied zwischen einem glaubwürdigen Dokument und einer Broschüre liegt in den Daten: gemessene Indikatoren, deklarierte Methodik, Vergleich mit dem Vorjahr.
Nachhaltigkeitsbericht und ESG-VSME-Bericht
Die beiden Begriffe überschneiden sich oft. Der Nachhaltigkeitsbericht ist das Dokument; der VSME ist der europäische Standard, der dessen Struktur und Indikatoren für nicht börsennotierte Unternehmen festlegt. Den Bericht nach dem VSME zu erstellen, hat einen entscheidenden Vorteil: Das Ergebnis ist unmittelbar verwendbar, um Banken, Kunden und Ausschreibungen zu antworten, weil es das Format spricht, das sie erkennen.
Wie er in der Praxis erstellt wird
Der operative Weg hat vier Schritte. Eins: den Umfang festlegen (welche Gesellschaften, welche Standorte, welches Geschäftsjahr). Zwei: die Dokumente sammeln, die größtenteils bereits in der Verwaltung liegen: Rechnungen, Kraftstoffrechnungen, FIR, Personaldaten. Drei: die Indikatoren berechnen, beginnend mit den THG-Emissionen nach der Methodik des GHG Protocol. Vier: das Dokument mit Texten, Tabellen und methodischen Anmerkungen zusammenstellen.
Schritt drei ist derjenige, der historisch am meisten kostet, und es ist derjenige, den die AI schnell gemacht hat: Auf Envify sind die Extraktion der Daten aus den Dokumenten und die Berechnung der Indikatoren automatisch.
Warum es sich auch ohne Pflichten lohnt
Drei konkrete Erträge: Zugang zu Krediten, weil Banken dokumentierte Daten belohnen; Zugang zum Markt, weil Lieferantenqualifizierungen ökologische Nachweise verlangen; Kostenkontrolle, weil das Messen von Verbräuchen und Emissionen Verschwendung zutage fördert, die niemand sah. Der Bericht ist nicht das Ziel: Er ist das Nebenprodukt eines Datensystems, das ohnehin nützlich ist.

